Tipps und Tricks zum lebenslangen Lernen – Präsentation der Ergebnisse des EU-Projektes „PRO-Learn“ und Vortrag des bekannten Neurobiologen Gerald Hüther

IBB Institut für Bildung und Beratung GmbH, Dresden
18. April 2013

Tipps und Tricks zum lebenslangen Lernen - Präsentation der Ergebnisse des EU-Projektes „PRO-Learn“ und Vortrag des bekannten Neurobiologen Gerald Hüther

Tipps und Tricks zum lebenslangen Lernen
Präsentation der Ergebnisse des EU-Projektes „PRO-Learn“ und Vortrag des bekannten Neurobiologen Gerald Hüther

Seit zwei Jahren trafen sich Lehrkräfte und Bildungsexperten aus fünf europäischen Ländern und entwickelten gemeinsam Tipps und Tricks zum lebenslangen Lernen in allen Altersstufen. Das IBB – Institut für Bildung und Beratung GmbH wirkte als Koordinator intensiv an dem EU-geförderten Projekt mit. Heute wurden die Ergebnisse von „PRO-Learn“ in Dresden der Öffentlichkeit vorgestellt. Gastredner der Projekt-Abschlusskonferenz war der bekannte Neurobiologe Gerald Hüther.

Die IBB beteiligte sich aktiv in der europäischen Forschungsgruppe „PRO-Learn – Promoting learning strategies over the span of life“ – zu deutsch „Die Förderung von Lernstrategien über die gesamte Lebensspanne“. Am Forschungsnetzwerk PRO-Learn haben sich neben der IBB sieben weitere Organisationen aus Deutschland, Norwegen, Großbritannien, Italien und Tschechien beteiligt, die in den Bereichen Kinder-, Jugend- oder Erwachsenenbildung beziehungsweise Seniorenbegleitung tätig sind. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt durch Dr. Erhardt Cremers von der TU Dresden.

Bei der heutigen Abschlusskonferenz wurden die Ergebnisse des EU-Projekts in Form einer Sammlung von „Best-Practice“-Lern- und Lehrmethoden für lebenslanges Lernen vorgestellt. Die Tipps und Tricks wurden in den beteiligten Ländern mittels einer Bestandserfassung zusammengetragen und sind speziell zugeschnitten auf vier verschiedene Altersbereiche: Vor-, Grund- und Mittelschule sowie Gymnasium, Berufsausbildung und Erwerbsleben, berufliche Neuorientierungen, Ruhestand und hohes Alter.

So weckt man etwa in England, aber auch in Norwegen, schon bei 16- und 17-Jährigen in der Schule den Unternehmergeist, in dem man sie einfache Geschäftsmodelle durchspielen lässt. Eindrücke aus dem Wirtschaftsleben lassen auch Italienische Lehrer in ihren Unterricht einfließen, schlicht durch ihre parallele Tätigkeit in der freien Wirtschaft. Gesplittete Anstellungen zeigen hier ihre Vorteile. Ein weiteres Beispiel für gutes Lernen sind die Themenräume in Dresdner Kitas, wo sich die Kindergartenkinder voller Lernfreude neue Welten erschließen. Beispielhaft ist auch der Instrumentenunterricht, mit dem das Newham College im stark multikulturell geprägten Londoner Osten seine Studenten mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zueinander finden lässt.

In einem Kompendium mit dem Titel „Anforderungen an das Konzept des lebenslangen Lernens (LLL) im Kontext sozialer Modernisierung“ werden diese Lern- und Lehrmethoden zusammengefasst und so der interessierten (Fach-)Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In Kürze wird das Werk auch veröffentlicht.

„Bei PRO-Learn sind sechs Bildungsträger aus fünf europäischen Ländern eine klassische Forschungsverbundkooperation eingegangen, in der Strategien der Umsetzung des lebenslangen Lernens in gemeinsamer Partnerschaft entwickelt und erprobt werden“, berichtet Doris Mager, Projektleiterin an der IBB. „Die Arbeit an und die Diskussion über die Chancen und Herausforderungen brachte das Projekt auf ein qualitativ hohes  Niveau, von dem auch das IBB Dresden profitiert. Insbesondere die Vorschläge zu Veränderungen in der Bildungslandschaft sind wichtig, um die anstehenden Herausforderungen für die Bildung in Europa zu bewältigen, als da wären: mehr Individualität im Lernprozess, vermehrter Aufbau von Netzwerken zwischen Schulen, Unternehmen und Kultureinrichtungen sowie der breitere Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien. Dazu liefert PRO-Learn einen wichtigen Beitrag.“

Ein weiterer Höhepunkt der Abschlusskonferenz war der Vortrag „Thesen zu einer neuen Lernkultur“ des bekannten Göttinger Neurobiologen Prof. Dr. Gerald Hüther, der in seinem Vortrag ausführlich auf die Methoden und die Chancen lebenslangen Lernens einging.

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